Tipps & Tricks

Schläger

Kinder und Anfänger sollten besonders auf die Wahl ihres ersten Schlägers achten, da ein falscher Schläger das Erlernen einer korrekten Technik von Anfang an verhindert. Es ist daher nicht ratsam, mit einem ausgedienten Schläger des Vaters oder eines Freundes zu spielen. Vielmehr sollte dein Schläger deinem Alter und deinem Spielniveau entsprechen. Lass dich deshalb beim Kauf deines ersten Schlägers unbedingt von deinem Trainer beraten.
  • Achte auf den Griff deines ersten Schlägers. Da deine Hände kleiner sind als die Hände von Erwachsenen, brauchst du auch einen kleineren Griff.
  • Der Schlägergriff sollte nicht zu dick sein, denn ein zu dicker Griff führt zu einer verkrampften Schlägerhaltung. Deshalb bieten sich als Griffformen vor allem "gerade", "konisch " und "small konkav" an.
  • Auch zu lange Griffe sind problematisch, denn wenn das Griffende zu weit aus der Hand herausragt, stößt es bei den Rückhandtechniken im Bereich der Pulsadern an. Dies behindert einen technisch korrekten Rückhandschlag.
  • Die Beläge deines ersten Schlägers sollten auf jeden Fall griffige Noppen-Innen-Beläge sein. Diese sollten weder zu langsam noch zu schnell sein. Wähle deshalb eine Schwammstärke zwischen 1,5mm und 1,8mm.
  • Viele Tischtennisfirmen bieten inzwischen speziell kindgerechte Komplettschläger, Hölzer und Beläge an. Informiere dich über die Eigenschaften und Preise dieser Produkte.
Auch bei Fortgeschrittenen und Jugendlichen gilt: Der Schläger sollte auf jeden Fall deinem Spielniveau angepasst sein, d.h. nicht zu schnell und nicht zu langsam. Kein zu hartes Holz, keine zu dicken Beläge - sie können fehlende Technik nicht wettmachen. Zunächst müssen die Grundlagen gelegt werden. Zu empfehlen sind griffige Noppen-Innen-Beläge mit einer Schwammstärke ab1,8mm.

Aufschlag

Der Aufschlag ist einer der wichtigsten Schläge im Tischtennis. Erstens beginnt jeder Ballwechsel mit einem Aufschlag. Zweitens ist er der einzige Schlag, auf den der Gegner keinen direkten Einfluss ausüben kann. Dementsprechend solltest du den Aufschlag auch regelmäßig trainieren. Eine Viertelstunde konzentriertes Aufschlagtraining pro Trainingseinheit reicht völlig aus. Achte beim Aufschlagtraining besonders auf folgende Grundelemente:
  • Wähle die Schlägerhaltung so, dass dein Handgelenk möglichst viel Spielraum hat. Der Schläger sollte bei Vorhandaufschlägen nur mit Daumen und Zeigefinger so in der Hand gehalten werden, dass der Handgelenkseinsatz nicht durch ein Anstoßen von Schlägergriff und Unterarm eingeschränkt wird.
  • Nimm nach Beendigung der Aufschlagbewegung so schnell wie möglich die Grundstellung bzw. die jeweils optimale Stellung für den nächsten Schlag ein.
  • Wenn du eine Spieleröffnung mit der Vorhand bevorzugst, führe deine Aufschläge aus deiner Rückhandseite aus. So stehst du direkt in der Position für einen anschließenden Vorhandschlag.
  • Trainiere alle Aspekte deiner Aufschläge: Platzierung, Tempo und Rotation/Schnitt.
  • Mache dir bewusst, wie viele Variationsmöglichkeiten sich dir bieten. Je mehr Aufschlagvarianten du beherrschst, desto schwieriger wird es deinem Gegner fallen, sich auf dein Aufschlagspiel einzustellen.
  • Überlege dir, von welchen Faktoren der Aufschlag abhängt:
    • Wie hart bzw. weich triffst du den Ball?
    • Wie offen bzw. geschlossen ist dein Schlägerblatt?
    • Wie schnell führst du die Aufschlagbewegung aus?
    • Wie sehr setzt du dein Handgelenk ein?
  • Versuche, möglichst viele verschiedene Aufschlagvarianten aus der gleichen Aufschlagbewegung heraus zu beherrschen So verhinderst du, dass dein Gegner schon an der Aufschlagbewegung erkennt, wie du aufschlagen wirst.
  • Variiere zwischen Aufschlägen mit Unterschnitt, Seitenschnitt und Oberschnitt und deren Mischformen.
  • Übe die Platzierung mit Hilfen wie einem Blatt Papier, einem Bierdeckel, einem Sprungseil oder einem kaputten Tischtennisball.
  • Serviere nicht immer nur kurz, sondern nehme auch überraschende, lange Aufschläge in dein Repertoire auf.
  • Trainiere deine Aufschläge nicht unter Zeitdruck, sondern nimm dir genügend Zeit, um dich auf jeden Aufschlag neu zu konzentrieren. Überlege dir vorher, wie du den nächsten Aufschlag spielen möchtest (Platzierung, Tempo, Rotation/Schnitt).


Taktik

Time -out Seit der Saison 2000/2001 gibt es im Tischtennis die Time-out-Regel. Danach hat jeder Spieler einmal pro Spiel die Möglichkeit, eine einminütige Auszeit zu nehmen, in der er sich mit seinem Trainer oder Betreuer besprechen darf. Die Auszeit kann sowohl vom Spieler als auch von seinem Betreuer genommen werden. Natürlich darf man sich auch in der Auszeit des Gegners von seinem Betreuer beraten lassen. Die Auszeit soll dir ermöglichen, wieder ins Spiel zu finden, deine Taktik zu überdenken und deine Konzentration zurückzugewinnen. Überlege dir also gut, in welcher Phase des Spiels du deine Auszeit nimmst, um das Spiel zu unterbrechen. - Verschwende deine Auszeit nicht schon im ersten Satz. Es werden noch wichtigere und entscheidende Phasen im Spiel kommen.
  • Nimm die Auszeit nur in einer wirklich kritischen Phase des Spiels.
  • Nimm sie nur dann, wenn es dazu dient, den Satz oder das Spiel noch zu gewinnen.
  • Es macht Sinn, eine Auszeit in Anspruch zu nehmen, wenn du einen Konzentrationsverlust bei dir bemerkst.
  • Es ist besser, die Auszeit beim Aufschlag des Gegners zu nehmen, um dessen Rhythmus zu unterbrechen.



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